Antifa Delmenhorst [NEVER AGAIN]
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Demonstration bleibt verboten. Antifa statt Verbote! 14.05.

Die für Samstag geplante Demonstration gegen Neonaziaktivitäten in Delmenhorst bleibt zunächst verboten. Stadtverwaltung und Polizei befürchten gewalttätige Ausschreitungen seitens der Versammlungsteilnehmer_Innen. Dennoch mobilisieren wir auch weiterhin nach Delmenhorst – Neonazis klagen gegen die auch ihnen ausgestellte Verbotsverfügung. Eine Entscheidung ist für den morgigen Tag zu erwarten.

“Nationale Kundgebung”.
Die für Samstag geplante Kundgebung der “Jungen Nationaldemokraten” und des “Nationalen Widerstand Delmenhorst” wird vermutlich nicht auf dem Marktplatz stattfinden können. Gegen die erteilte Verbotsverfügung legten die Neonazis um den niedersächsischen “Landesführer” Julian Monaco rechtliche Schritte ein. Auf diversen Internetseiten rufen die “Befreiungskämpfer” zu Aktionen in Delmenhorst auf. Auch weiterhin sei es sinnvoll sich den “Samstag freizuhalten” – Erfolgsaussichten für eine Aufhebung des Verbots wären ausreichend vorhanden.

Durch die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, mittels autonomer und bürgerlicher Antifaschist_Innen vor Ort scheint allerdings die Möglichkeit einer Neonazikundgebung im Innenstadtbereich minimalisiert zu sein – ein Erfolg. Dennoch wurden in der Vergangenheit mehrfach Neonaziveranstaltungen durch Instanzen der Justiz gestattet. Weitere Informationen – ob Kundgebung oder nicht – werden wir am morgigen Tag veröffentlichen. Es ist notwendig regelmäßig unsere Website zu besuchen um eventuelle Terminankündigungen und weitere Details zur Neonazikundgebung zu erhalten.

Gegenaktionen.
Niedersachsenweit mobilisieren aktive Antifaschist_Innen gegen die Neonazikundgebung – unter anderem stützten die Jungsozialisten in Niedersachsen, die Grüne Jugend, zahlreiche Einzelpersonen und bürgerliche Bündnisse unsere Demonstration. Eine antifaschistische Demonstration zu verbieten, in einer Stadt mit einer derart akuten und immensen Neonaziproblematik ist ein skandalöser Vorgang. Die Veranstalter_Innen der neonazistischen Kundgebung sind vorbestrafte Gewalttäter_Innen. Im Kontext der letzten angemeldeten Aktion der “Jungen Nationaldemokraten” wurden unter anderem Journalist_Innen und Gegendemonstrant_Innen bedroht und attackiert. Vor wenigen Wochen versuchten stadtbekannte Neonazis das elterliche Auto eines antifaschistisch engagierten Jugendlichen zu entzünden – ohne Rücksicht auf die lebensbedrohliche Gefahr für die direkt neben dem Fahrzeug wohnende Familie.

Wir mobilisieren auch weiterhin nach Delmenhorst. Kommt alle, wartet auf Ankündigungen (!), seid unauffällig, flexibel und kreativ. Spätestens Morgen werden wir weitere Details veröffentlichen – sowie konkrete Termine, für die anreisenden Antifaschist_Innen. Auch wenn unsere Demonstration zunächst verboten ist, existieren alternative Konzepte, die wir am morgigen Tag veröffentlichen werden. Ein legaler Anlaufpunkt wird, trotz der zu erwartenden Vorkontrollen verfügbar sein.

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