Neonazis proben Offensive. 08.02.
Die Ruhe trügt: Auch innerhalb der letzten Wochen traten Neonazis auf unterschiedliche Weise in Erscheinung. Nicht wirklich von Erfolg gekrönt wurde so nahezu jede vorhandene Möglichkeit genutzt, um in die direkte Konfrontation mit vermeintlichen Gegner_Innen zu treten – zudem versuchte Mario Müller mehrfach Zeug_Innen seiner Gewalttaten einzuschüchtern.
“Offensive”.
Weiterhin patroullieren Neonazis durch das abendliche Kneipenszenario Delmenhorst. Mehrfach wurden Einzelpersonen bedroht, verfolgt oder angegriffen. Zuletzt unternahm eine Gruppe von etwa 15 Neonazis – darunter Mario Müller, Kevin Boeck, Stefan Rabe, Florian Cordes und Julian Monaco – den Versuch, einen ihnen bekannten Besucher einer Kneipe mittels verbaler Drohungen einzuschüchtern: “Wir kriegen dich!”. Nach dem Rauswurf aus der Kneipe positionierte die Gruppe sich in unmittelbarer Nähe, um später noch einmal mit Eisenstangen und Holzlatten das Etablisment zu betreten.
Die Polizei glänzte derweil – trotz mehrfacher Alarmierung durch den Wirt – durch Abwesenheit, schließlich sei kein reeller Strafbestand festzustellen.
Mittlerweile berichtet die Lokalpresse, das Delmenhorster Kreisblatt, über die Vorkommnisse am Wochenende. Vollkommen isoliert von jeglichem politischen Hintergrund, sowie der Dimension der verübten Angriffsversuche, berichten die Redakteure lediglich über eine unpolitische Kneipenschlägerei.
Bereits am Vormittag desselbigen Tages versuchte der leidenschaftliche Autotuner und Auszubildende des Betriebs “Fernseh Fleischer”, Stefan Rabe, bewaffnet mit Teleskopschlagstock und Quarzsandhandschuhen, einen alternativen Jugendlichen anzugreifen – jedoch keineswegs erfolgreich.
Zeugeneinschüchterung.
Obgleich Mario Müller bislang wenig rechtliche Folgen für seine Straftaten zu befürchten hatte (wir berichteten), nutzt er jede Möglichkeit, Zeug_Innen seiner Gewalttaten zu bedrängen. Wenn er nicht gerade am jeweiligen Arbeitsplatz ‘lauert’, so spricht er telefonisch Drohungen gegen seine Opfer und deren Zeug_Innen aus oder beschreitet den Rechtsweg und erfindet eigene Zeug_Innen. Ziel dieser Bestrebungen ist die Einschüchterung, die Bedrohung und der Aufbau von Druck auf eben die Personen, deren Aussagen ihn belasten.
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