Antifa Delmenhorst [NEVER AGAIN]
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(Deutsche) Volksunion plant Kundgebung in Wildeshausen. 16.07.

Mal was ganz neues: Die Volltrottel der “Deutschen Volksunion” planen für den 31. Juli 2010 eine Kundgebung in Wildeshausen. Die Party steigt ab 11:30 Uhr auf dem Marktplatz. Immer wieder mobilisiert die neonazistische Kleinstpartei zu Kundgebungen in der niedersächsischen Peripherie.

An dieser Stelle verweisen wir auf die mittlerweile verfügbare Sonderseite. Neonazikundgebung in Wildeshausen stoppen, stören, zum Desaster machen!

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Schwerer Neonaziübergriff in Delmenhorst. 07.06.

Weser Kurier, Nordwest Zeitung, Delmenhorster Kreisblatt, Bild Bremen – mehrere Zeitungen berichten über eine Auseinandersetzung zwischen “Rechts” und “Links” am 3. Juni 2010. Mit Holzlatten, Flaschen, Reizgas und weiteren Gegenständen, seien Gruppen von jeweils Sechs Personen gegeneinander vorgegangen. – Die halbe Wahrheit.

Tatsächlich wurde am frühen Abend des 3. Juni eine Gruppe von Jugendlichen durch zwei Fahrzeuge mit bewaffneten Neonazis attackiert. Eine Gruppe von sechs Personen griff mit Holzlatten, Reizgas, mindestens einem Messer, Teleskopschlagstöcken und Glasflaschen mehrere Jugendliche an. Die Neonazis versuchten zunächst mit Fahrzeugen zwei Personen, die mit Fahrrädern vor den Verfolger_Innen flohen, abzudrängen und zu überfahren. Mit hoher Geschwindigkeit raste Neonazi-Kader Mario Müller in einem silber-grauen Dacia Logan, mit mehreren Neonazis auf die Gruppe von Jugendlichen zu. Diese flüchteten umgehend hinter Absperrungen auf der Straße. Nur mit Glück konnten sich viele Personen vor der Bedrohung durch die Fahrzeuge retten.

Noch während der Fahrt schlug Jonathan von Seggern (Achim) mit einem Schlagstock auf einen Fahrradfahrer ein, kreischend holte er immer wieder aus und attackierte den neben dem Fahrzeug fahrenden Jugendlichen aufs Neue – dieser erlitt eine Platzwunde am Kopf und musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Mit einer Vollbremsung hielten die Fahrzeuge – eines gesteuert durch Mario Müller, ein weiteres durch den Schulungsbeauftragten der “Jungen Nationademokraten” (NPD) Kevin Boeck – mit rauchenden Reifen vor der Verkehrsabsperrung an. Noch während der Fahrt sprangen die ersten Neonazis aus den Fahrzeugen. Bewaffnet mit Holzlatten, Teleskopschlagstöcken, Reizgas, mindestens einem Messer und Glasflaschen griffen sie die nicht vorbereiteten und unbewaffneten Jugendlichen an.

Müller – charakterisiert durch einen psychopathischen Tunnelblick – steuerte direkt auf zwei Jugendliche zu, lieferte sich ein kurzes Handgemenge und zerschlug schließlich eine Holzlatte an dem Kopf eines Jugendlichen, der aufgrund von Gesichtsverletzungen ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden musste. Nur durch großes Glück, wurde die betroffene Person nicht schwerer verletzt. Eine weitere hingegen, wurde am Fuß verletzt und musste durch einen Rettungswagen zur Erstversorgung in die städtischen Kliniken eingeliefert werden – Neonazis hatten mit Flaschen geworfen.

Viele Personen versuchten mittlerweile der Situation zu entkommen. Zu stark bewaffnet waren die Neonazis, zu unvorbereitet die Jugendlichen. Etwa vier Personen wehrten sich weitestgehend effektiv gegen weitere Angriffe der sechs Neonazis. Zeug_Innen beobachteten die Vorfälle und konnten die Gruppe von Neonazis eindeutig als Angreifer_Innen identifizieren. Die Antifaschist_Innen handelten in Notwehr und absoluter Bedrängnis.

Im Kontext der Auseinandersetzung schrien die verzweifelten Neonazis unter anderem antisemitische Parolen. Die Jugendlichen wurden durch den “Landesführer” der Jungen Nationaldemokraten Julian Monaco, gemeinsam mit Kevin Boeck, als “scheiß Juden” tituliert. Jonathan von Seggern schrie mit schriller Stimme Beleidigungen. Nicht beteiligen durfte sich Amrei Komotzki – soweit geht der von “Autonomen” Neonazis propagierte “Antisexismus” dann doch nicht. Mario Müller würde sich womöglich auch Sorgen machen, immerhin grenzte seine Verehrung für den neonazistischen Neuzugang an Stalking (Eigenangabe).

Namentlich waren Kevin Boeck (Bookholzberg), bewaffnet mit einem Teleskopschlagstock, Mario Müller (Harpstedt) mit Messer, Holzlatte und Reizgas, Marcel Hesse (Delmenhorst) mit Pfefferspray, Jonathan von Seggern (Achim) mit einem Schlagstock, Julian Monaco, sowie Amrei Komotzki (Ganderkesee) an dem schweren Übergriff beteiligt – letztere jedoch nur als stille Beobachterin im Auto. Am Ende zeigte sie noch wutentbrannt den Mittelfinger, Kevin Boeck fuhr in Schlangenlinien davon, Mario Müller – nicht nur gruppenintern als Psychopath verspottet – raste aus der Sackgasse.

Wenig später konnten Beamt_Innen der Polizei Delmenhorst mehrere Neonazis in der direkten Umgebung stellen. Auch diese wurde im Verlauf der Auseinandersetzung verletzt. Anwohner_Innen unterstützten die Betroffenen mittels erster Hilfe, sowie Zeug_Innenaussagen, die eindeutig die anwesenden Neonazis belasten.

Dennoch ist die Tatsache, dass Neonazis ohne zu zögern mit schwerer Bewaffnung eine unbewaffnete Gruppe von Jugendlichen attackieren, als äusserst bedrohlich zu werten – wer versucht Personen zu überfahren, mit einem Messer attackiert und eine Holzlatte an dem Kopf eines anderen zerstrümmert, der riskiert bewusst schwerste Verletzungen oder sogar Tote.

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Endlich Sommer, Tierschutztag in Delmenhorst. 25.05.

Die Sonne scheint. In der Innenstadt Delmenhorst stehen zahlreiche Infostände. Vertreter_Innen der lokalen Tierschutzorganisationen diskutieren mit Passant_Innen, an einer Imbissbude wird für “echte deutsche Öko-Bratwurst” geworben – und mittendrin stehen etwa sechs Neonazis mit Transparent und Flugblättern. Es ist “Tierschutztag” in Delmenhorst.

Auf den verteilten Flugblättern zieren Logos und Enbleme der “Antispeziestischen Aktion” einen zutiefst regressiven Text, der die “Befreiung von Mensch und Tier” propagiert. Die Neonazis fordern eine “vegetarische und vegane Lebensweise” – verantwortlich für die Aktion ist (zumindest formell) der nicht anwesende Julian Monaco (Delmenhorst).

“Umweltschutz ist Heimatschutz”.
Bereits in der Vergangenheit nutzten Neonazis mehrfach vermeintlich linke Themenkomplexe, so etwa die Kritik an der “kapitalistischen” Globalisierung, um ein harmloses und bürgernahes Image zu gewinnen. Die “rebellische” Attitude der Querfront-Aktivist_Innen impliziert, dass es sich bei den “Nationalrevolutionären” um die einzig-existente Alternative zum bestehenden System handele. Auch “Tierschutz” gehöre zu den beanspruchten Themenkomplexen. In der Fußgängerzone ließ Mario Müller mehrfach vor einem anwesenden Antifaschisten verlauten, heute nicht “sportlich” unterwegs zu sein, sondern eher “bürgerlich”.

Das es sich bei einer neonazistischen Kritik an der “Ausbeutung von Tieren” lediglich um eine stark-verkürzte Darstellung handelt, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Neonazis propagieren “Tierschutz”, weil dieser eben auch “Heimatschutz” sei. Die “kleinen Unternehmen” treffe hierbei keine Schuld, nur die “großen Konzerne” formieren das Feindbild der vermeintlich “Autonomen”. Der antisemitische Kampf gegen die “Kapitalisten” und das “System” beinhalte auch die Auseinandersetzung mit der ökonomischen Nutzung der Tiere. Dementsprechend zog die Neonazi-Kleingruppe mit einem Transparent durch die Innenstadt, verteilte Flugblätter und entfernte sich schleunigst, als Staatsschutz und Polizei vor Ort erschienen.

Paradoxes Auftreten.
Unter den Anwesenden befanden sich: Mario Alexander Müller (Harpstedt), Kevin Boeck (Bookholzberg), Marcel Hesse (Delmenhorst), Stefan Rabe (Heide), Amrei Komotzki (Ganderkesee), sowie weitere Einzelpersonen aus der Region.

Suspekt ist das Auftreten der Neonazis, die sich als angebliche Tierschützer_Innen präsentieren möchten. Der für die Flugblätter als Verantwortlicher eingetragene Neonazi, Julian Monaco, isst nicht nur Fleisch, sondern beteiligte sich noch nicht einmal an der Aktion. Amrei Komotzki betonte noch vor wenigen Monaten über eine “vegetarische” oder “vegane” Lebensweise zu “lachen”. Marcel Hesse lebte kurzzeitig vegan, griff jedoch immer wieder zu Fleisch- oder tierischen Produkten, erzürnte so Cliquenchef Mario Müller, wurde gruppenintern gemobbt und lebt jetzt quasi regelmäßig “vegetarisch”. Andere Teilnehmer_Innen, wie z.B. der ehemalige Autotuner Stefan Rabe, wollten bis vor kurzer Zeit nichts von “Tierschutz” wissen. Und schon garnicht von einer “vegetarischen oder veganen” Lebensweise.

Entsprechend paradox erscheint eine Tierschutaktzion, deren Teilnehmer_Innen bis vor kurzem entschieden betonten, nichts mit eben jenem Themengebiet gemein zu haben. Kein Wunder, Text und Konzept wurden – wie üblicherweise – durch Mario Müller (Harpstedt) ausgearbeitet.

Fraglich ist weiterhin, ob die anwesenden Neonazis ausreichend über die bisherige Vorgeschichte Müllers informiert sind. Ehemals fester Bestandteil der “Autonomen Nationalisten Nord/West”, wurden er und weitere “Autonome” ursprünglich aus sämtlichen Strukturen der Norddeutschen Neonaziszene isoliert. Müller hatte in leitender Funktion Daten über Neonazikader und Gruppenstrukturen an die Journalist_Innen des Autor_Innen-Kollektivs “Recherche Nord” weitergeleitet. Gemeinsam mit den “Antifaschist_Innen”, wollte er via “Querfront” zunächst die Faschist_Innen – also Kameradschaften und NPD zerschlagen, anschließend dann “das System”. Um diese Querfront, also eine personell durch die Gebrüder Strasser und Ernst Röhm im Kontext des Nationalsozialismus begründete Idee, die für eine “Volksfront” gegen “Bonzen und Kapital” wirbt, zu erreichen, leitete Müller umfangreich Datenträger weiter. Gerade auf einschlägigen Internetplattformen – wie dem “Nachrichtenportal” Altermedia – verweisen Neonazis vermehrt auf die Hintergründe der “Metallfresse” aus Harpstedt. Das “antifaschistische” Engagement des heutigen Neonazikaders ging gar soweit, dass er für antifaschistische Gegenaktivitäten warb, um ein Treffen der “Ludendorffer” in Dorfmark zu verhindern – schließlich sei er ja gegen Rassismus.

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“Taxi für Mario”: Neonazikundgebung- und Spontandemonstration in Delmenhorst, Antifa-Versammlung bleibt verboten, Journalist_Innen und Gegendemonstrant_Innen werden durch Teilnehmer_Innen der „nationalen Kundgebung“ attackiert. 17.05.

Allem Protest zum Trotz konnte die Neonazikundgebung am 15. Mai 2010 stattfinden. Doch nicht nur die Versammlung fand gemäß den Planungen statt – die Polizei gestattete (oder tolerierte) zudem eine spontane Demonstration über mehrere Kilometer. Parolen gröhlend zogen die 60 Teilnehmer_Innen der Kundgebung (teils vermummt und mit Holzlatten bewaffnet) nach Delmenhorst-Deichhorst. Eine antifaschistische Gegendemonstration blieb hingegen untersagt, diese wurde bereits im Vorfeld in einer pauschalen Gleichsetzung von linker Politik und neonazistischer Ideologie durch die Stadt verboten. Am Rande der durch die „Freien Kräfte“ und „Jungen Nationaldemokraten“ organisierten Versammlung, versuchten die größtenteils weither angereisten Neonazis Gegendemonstrant_Innen und Journalist_Innen zu attackieren. Die anwesenden Polizeikräfte tolerierten die Vermummung und Bewaffnung der Neonazis und hinderten Journalist_Innen aktiv an der Berichterstattung über die „nationale Kundgebung“. Eine Dokumentation der Veranstaltung, die sich thematisch gegen die militärische Intervention in Afghanistan richtet, war folglich auch den renommierten Journalist_Innen des Pressekollektivs „Recherche Nord“ nur bedingt möglich. Das Presserecht wurde durch die Polizei eingeschränkt, antifaschistische Proteste durch die Stadt kriminalisiert und verboten, Neonazis konnten uneingeschränkt ihre Pläne durchsetzen.

Vorfeld.
Die am gestrigen Tage abgehaltene Kundgebung stellte den Abschluss einer „Aktionswoche“ der „Jungen Nationaldemokraten“ – um Julian Monaco – und „Freien Kräfte“ – um Mario Müller dar.
Im Kontext dieser „Aktionstage“, die den militärischen Einsatz in Afghanistan thematisierten, wurden unter anderem zahlreiche „Graffititags“ im gesamten Stadtgebiet angebracht. Auch „zierten Wandmalereien“ mehrere Wände in Delmenhorst-Düsternort. Unter anderem propagierten die Neonazis gemäß der antisemitischen Attitüde „Nie wieder Israel“ – und paradoxerweise auch „Nie wieder Krieg“. Mehrfach versammelten sich Neonazis an diversen Orten in der Innenstadt (etwa Einkaufszentren) und verteilten Flugblätter.
Als Auftaktaktion diente die Pflege eines „Ehrenmals“ auf der Nordwolle – hierbei reinigten die Neonazis Inschriften und Platz, platzierten in Ganderkesee Kränze, hielten Reden und besangen die „toten Helden“ mittels traditionell-nationalsozialistischen Liedguts.

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In aller Kürze. 15.05.

60 Neonazis aus Delmenhorst, Hamburg, Hannover, Bremen, Dortmund und weiteren Städten / nach “erfolgreichem” Abschluss der Kundgebung ziehen die nationalen Kriegsgegner_Innen in einer nicht genehmigten Spontandemonstration durch die Stadt / mehrfach versuchten Neonazis Journalist_Innen zu attackieren – Rangeleien zwischen vermummten, bewaffneten Kundgebungsteilnehmern und Polizei / Stadt hält Verbot von antifaschistischer Demonstration aufrecht und schmälert Mobilisierung / etwa 150 Antifaschist_Innen versuchen Neonaziaktivitäten zu stören / Wir kritisieren Verhalten von Stadt und Polizei aufs schärfste.

Eine ausführliche Auseinandersetzung mit den Geschehnissen folgt in den nächsten Stunden.

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Letzte Informationen – antifaschistische Kundgebung ab 10:00 Uhr! – Neonaziveranstaltung gestattet. 14.05.

Das Verbot der Neonazikundgebung wurde vor einer Stunde vom Verwaltungsgericht Oldenburg aufgehoben. Dementsprechend wird die geplante Veranstaltung ab 11:00 Uhr auf dem Rathausplatz Delmenhorst stattfinden – doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!
Weiterhin meldete die Linksjugend Delmenhorst per Eilantrag eine Versammlung an, die inhaltlich den neonazistischen Übergriff sog. “freier Kräfte” auf alternative Jugendliche in Dortmund am 13. Mai 2010 thematisiert. Die Kundgebung ist gestattet und wird ab 10:00 Uhr am “Schweinemarkt” stattfinden; legaler und wichtiger Anlaufpunkt für alle interessierten Bürger_Innen und Antifaschist_Innen.

Wir werden euch ab dem Vormittag über konkrete Neonaziaktivitäten informieren, sollte es euch möglich sein, könnt ihr euch via Twitter über eventuelle Aktionen informieren. Weiter verweisen wir auf eine verbesserte Karte, die neue Treffpunkte, sowie den Veranstaltungsort der Neonazis kennzeichnet.

Am Samstag nach Delmenhorst, gemeinsam gegen die Neonazikundgebung. Seid flexibel, unauffällig und kreativ. Antifaschistische Kundgebung ab 10:00 Uhr, Schweinemarkt.

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Demonstration bleibt verboten. Antifa statt Verbote! 14.05.

Die für Samstag geplante Demonstration gegen Neonaziaktivitäten in Delmenhorst bleibt zunächst verboten. Stadtverwaltung und Polizei befürchten gewalttätige Ausschreitungen seitens der Versammlungsteilnehmer_Innen. Dennoch mobilisieren wir auch weiterhin nach Delmenhorst – Neonazis klagen gegen die auch ihnen ausgestellte Verbotsverfügung. Eine Entscheidung ist für den morgigen Tag zu erwarten.

“Nationale Kundgebung”.
Die für Samstag geplante Kundgebung der “Jungen Nationaldemokraten” und des “Nationalen Widerstand Delmenhorst” wird vermutlich nicht auf dem Marktplatz stattfinden können. Gegen die erteilte Verbotsverfügung legten die Neonazis um den niedersächsischen “Landesführer” Julian Monaco rechtliche Schritte ein. Auf diversen Internetseiten rufen die “Befreiungskämpfer” zu Aktionen in Delmenhorst auf. Auch weiterhin sei es sinnvoll sich den “Samstag freizuhalten” – Erfolgsaussichten für eine Aufhebung des Verbots wären ausreichend vorhanden.

Durch die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, mittels autonomer und bürgerlicher Antifaschist_Innen vor Ort scheint allerdings die Möglichkeit einer Neonazikundgebung im Innenstadtbereich minimalisiert zu sein – ein Erfolg. Dennoch wurden in der Vergangenheit mehrfach Neonaziveranstaltungen durch Instanzen der Justiz gestattet. Weitere Informationen – ob Kundgebung oder nicht – werden wir am morgigen Tag veröffentlichen. Es ist notwendig regelmäßig unsere Website zu besuchen um eventuelle Terminankündigungen und weitere Details zur Neonazikundgebung zu erhalten.

Gegenaktionen.
Niedersachsenweit mobilisieren aktive Antifaschist_Innen gegen die Neonazikundgebung – unter anderem stützten die Jungsozialisten in Niedersachsen, die Grüne Jugend, zahlreiche Einzelpersonen und bürgerliche Bündnisse unsere Demonstration. Eine antifaschistische Demonstration zu verbieten, in einer Stadt mit einer derart akuten und immensen Neonaziproblematik ist ein skandalöser Vorgang. Die Veranstalter_Innen der neonazistischen Kundgebung sind vorbestrafte Gewalttäter_Innen. Im Kontext der letzten angemeldeten Aktion der “Jungen Nationaldemokraten” wurden unter anderem Journalist_Innen und Gegendemonstrant_Innen bedroht und attackiert. Vor wenigen Wochen versuchten stadtbekannte Neonazis das elterliche Auto eines antifaschistisch engagierten Jugendlichen zu entzünden – ohne Rücksicht auf die lebensbedrohliche Gefahr für die direkt neben dem Fahrzeug wohnende Familie.

Wir mobilisieren auch weiterhin nach Delmenhorst. Kommt alle, wartet auf Ankündigungen (!), seid unauffällig, flexibel und kreativ. Spätestens Morgen werden wir weitere Details veröffentlichen – sowie konkrete Termine, für die anreisenden Antifaschist_Innen. Auch wenn unsere Demonstration zunächst verboten ist, existieren alternative Konzepte, die wir am morgigen Tag veröffentlichen werden. Ein legaler Anlaufpunkt wird, trotz der zu erwartenden Vorkontrollen verfügbar sein.

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Antifa-Demonstration und Neonazikundgebung gleichsam verboten, Infotisch fand nicht statt – Antifapräsenz sichert Innenstadt. 12.05.

Vor einigen Stunden vermeldeten wir via Twitter die letzte bekannte Nachricht über Neonaziaktivitäten am heutigen Mittwoch. Weder hatten sich Teile der “nationalen Jugend” in der Innenstadt zu den angekündigten “Aktionen” eingefunden, noch betraten überhaupt Anhänger_Innen neonazistischer Ideologie das direkte Stadtgebiet. Ein massives Polizeiaufgebot, Vorkontrollen, sowie ein pauschales Stadtverbot für Antifaschist_Innen und Neonazis gleichermaßen bis 20:00 Uhr am Abend verhinderte weitere Aktionen. Dennoch waren über den gesamten Nachmittag größere Gruppen von Antifaschist_Innen im Stadtgebiet vertreten. Eventuellen Neonazi-”Aktionen” hätte wirksam entgegengetreten werden können. Die eher peinlichen “Aktionstage” sind nunmehr um einen Miserfolg bereichert – wir werten sowohl das Verbot der “rebellischen” Kundgebung und des Infotisches am heutigen Mittwoch als Erfolg. Die antifaschistische Mobilisierung war ein weiterer Grund, der letztlich zum Verbot der Aktionen führte. Dennoch wurde am heutigen Tag ebenfalls die antifaschistische Demonstration verboten. Neonazis kündigten zudem an den Rechtsweg zu gehen, erfahrungsgemäß könnte das Verbot auch kurzfristig als nichtig erklärt werden, die Mobilisierung geht weiter!

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Heute Neonazi-”Aktionen” in der Innenstadt – letzte Informationen. 12.05.

Auch Aktuell sind keinerlei Informationen bezüglich des verhängten Verbots gegenüber dem Neonazi-Infotisch in der Innenstadt-Delmenhorst verfügbar. Dennoch kündigten die veranstaltenden Neonazis “Aktionen in der Innenstadt” als Alternativprogramm an – wir empfehlen euch weiterhin nach Delmenhorst zu fahren: Unauffällig, kreativ und flexibel.

Wir werden euch im Verlauf des Tages via Twitter über aktuelle Ereignisse informieren. Auch Aktivitäten der Neonazis, sowie bekannte Daten über polizeiliches Verhalten im Stadtbereich (etwa Vorkontrollen) werden wir an euch weiterleiten können. Erfahrungsgemäß werden die völkischen “Rebellen” an Randgebiete der Stadt ausweichen, eine Stadtkarte ist daher empfehlenswert.

Wartet auf weitere Ankündigungen. Kommt in die Innenstadt. Antifa statt Volksgemeinschaft.

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Entscheidung steht aus – Neonazis kündigen Aktionen an. 11.05.

Auch am Abend liegt keine Entscheidung bezüglich des morgigen Neonazi-Infotisch in der Innenstadt vor. Dennoch kündigten Neonazis an, “Aktionen” durchzuführen, sollte das ausgestellte Verbot Bestand haben. Die Polizei kündigt eine “niedrige Eingreifschwelle” für die Kundgebung am Samstag, sowie die morgigen Gegenaktivitäten an.

Auch aktuell können wir keinerlei Sicherheiten bezüglich des für Mittwoch geplanten Neonazi-Infotisch in der Innenstadt garantieren. Delmenhorst ist jedoch eine Reise wert. Um diese nicht schon vor Beginn scheitern zu lassen, möchten wir euch empfehlen, unauffällig in Erscheinung zu treten. Selbst wenn das gestrige Verbot nicht durch die rechtlichen Schritte der “Jungen Nationaldemokraten” gekippt werden sollte, kündigten diese bereits “Aktionen in der Innenstadt” an. Mehrere Versammlungen anderer Parteien und Bündnisse können als direkte Anlaufpunkte fungieren; versammlungsrechtlich darf euch der Zugang zu diesen angemeldeten Aktivitäten nicht verwehrt bleiben!

Obgleich sich Neonazis im Internet mit zerissenen Plakaten der Gegenmobilisierung feiern, erscheinen die verzweifelten Versuche und ewigen Hinweise auf “Zustimmung der Bevölkerung” stets mehr als peinlich. Die antifaschistische Gegenmobilisierung, sowie das durch Verwaltung und Polizei nicht kategorisierbare Potential unserer Mobilisierung sind ein Grund für das Verbot der Neonaziaktion am morgigen Tag – danke!

Bleibt flexibel, seid kreativ – ganz nach der Devise: Nazi sein, heißt Probleme kriegen!

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